Aufgaben und Ziele des Arbeitskreises

Die Mitglieder des Arbeitskreises Schmuckschildkröten haben es sich zur Aufgabe gestellt, die Haltung der von ihnen gehaltenen Arten bzw.Unterarten dahingehend zu optimieren, daß durch regelmäßige Nachzucht der Bestand in Privathand erhalten und nach Möglichkeit ausgebaut wird. Konkret sind geplant und zum Teil schon realisiert:

- Bestandserfassung der im AK gehaltenen Tier
- Realisierung von Zuchtprogrammen, einschließlich Koordination von Zuchtgruppen und gezieltes
  Zusammenführen von Einzeltieren
- Einrichtung von Zuchtbüchern
- Sammeln von Daten zur Fortpflanzungsbiologie
- Auswertung von Freilandbeobachtungen und ihre Einflußnahme auf dieHaltung
- Publikation der gewonnenen Erkenntnisse
- Entwicklung eines Infoblattes über Schmuckschildkröten für Zoofachgeschäfte

In den ersten Monaten des im Jahre 2000 "wiederbelebten" Arbeitskreises Schmuckschildkröten gab es im Rahmen der selbst gesteckten Ziele erste Aktivitäten. Die Bestände der einzelnen Mitglieder wurden komplett erfaßt. Im Zuge dessen konnten Einzeltiere herausgefiltert und zur Gründung neuer Zuchtgruppen zusammengeführt werden. Im Tiertausch zwischen den betroffenen Haltern kam es daher zur Paarbildung bei diesen Unterarten. Ohne diese Koordination wären die Einzeltiere heute noch ohne Geschlechtspartner. Mittlerweile existieren für fast alle der gegenwärtig im AK gehaltenen 16 Arten bzw. Unterarten Zuchtpaare und -gruppen.

Als glücklicher Umstand erwies sich, daß alle Mitglieder des überschaubaren Arbeitskreises über einen Internetanschluß und eine eigene E-Mail-Adresse verfügen. So wurde zum besseren Informationsfluß eine interne Mailingliste eingerichtet. Sie ist aus Datenschutzgründen nicht für Außenstehende einsehbar und dient ausschließlich der effektiven Arbeit des Arbeitskreises; sie ermöglicht einen direkten und schnellen Kommunikationsweg zwischen allen Beteiligten. Fotos können auf dem Server in einem Datenbanksystem hinterlegt werden und erlauben es beispielsweise, bei unklarer Bestimmung die aktive Meinung aller Mitglieder einzuholen. Dies ist besonders bei Arten mit großem Verbreitungsgebiet (und hoher Zeichnungsvariabilität)sowie möglichen Mischpopulationen (z. B. Chrysemys picta) von großem Vorteil.

Auch die im Arbeitskreis behandelten Schildkröten sind in ihrem Verbreitungsgebiet gefährdet, beispielsweise durch Lebensraumzerstörung. So werden auf Dauer nicht alle Arten uneingeschränkt für die Wildtierhaltung zur Verfügung stehen. Um so wichtiger ist es, auch diese Schildkröten weiterhin in Liebhaberbeständen zu halten und auf dem Weg einer tiergerechten Haltung kontinuierlich fortzupflanzen. Eine Aufgabe, der sich auch andere Interessierte stellen und durch ihre Mitarbeit im Arbeitskreis Schmuckschildkröten realisieren können. Wer ernsthaft an Schmuckschildkröten interessiert ist, wendet sich bitte an:

Andreas S. Hennig
E-Mail:
hennig@chrysemys.de

Andreas Glaser
E-Mail:
andreas-glaser@schmuckschildkroeten.de

Kontakte sind ebenfalls möglich über die
Homepage der AG Schildkröten .